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Meine Vorgeschichte
 

Jetzt kommen wir zum nicht so angenehmen Teil. Alle die ein schwaches Nervenkostüm haben sollten nicht weiterlesen und diejenigen die "zu nah am Wasser gebaut sind" sollten Taschentücher parat halten!

Ich wurde geboren nur zu dem Zweck Geld zu bringen. Ich brachte dem "Züchter" auch Geld ein und zog zu meiner neuen "Familie". Dachte ich aber nur! Denn die Menschen gingen in ihr Haus und mich sperrten sie in einen Käfig! Warum nur, dachte ich. Ich bin doch noch so klein und auch lieb und brauche die Nestwärme. Was habe ich denn falsch gemacht? Warum kaufen die Leute mich für "gute Taler" wenn sie mich gar nicht bei sich haben wollen? Und so blieb es auch erstmal.
Eines Tages, so ca. 6 Wochen nach meinem Einzug in den kalten Zwinger ohne Schlafplatz - wenn man einen alten Kartoffelsack nicht rechnet - hatten die Leute anscheinend Mitleid und nahmen mich doch mit ins Haus. Ach, habe ich mich da gefreut! Aber auch diesmal kann ich nur sagen - das dachte aber auch nur ich Dummerchen! Denn der Zweck war, dass ein fremder Mann meine Ohren abschneiden sollte...Ihr glaubt ja gar nicht was ich für eine Angst hatte - und die Schmerzen erstmal!!! Als der böse, fremde Mann weg war durfte ich dafür 2 Nächte im Haus schlafen (wahrscheinlich wegen dem schlechten Gewissen von meinem Ex-Frauchen - sie hat ja später meiner Mami erzählt, dass sie geweint hat und wenn es nach ihr gegangen wäre hätte ich meine wunderschönen Ohren behalten dürfen). Naja, danach ging es wieder ab in die Oktoberkälte meine Hoffnungen waren geplatzt. Da saß ich mit meinen verstümmelten, genähten Ohren, durfte nicht spielen und kam irgendwie mit der Situation überhaupt nicht klar. Ich bekam einen kleinen "Koller". Das war dann die Zeit als Mami mich durch Zufall kennengelernt hat. Sie hat nämlich ab und zu für eine Notorganisation, extra für uns Doggen, geholfen. Als sie zu mir an die Gitterstäbe kam merkte ich gleich "die ist anders". Sie mußte sich auch sehr zusammenreißen, dass sie nicht weint. Sprach gaaaaanz ruhig und lieb mit mir, streckte ihre Hände durch die Stäbe und streichelte mich. Ach, war das schön! Als sie die Arme wieder rausnehmen wollte, konnte ich das nicht zulassen, denn die Frau verstand mich - das spürte ich sofort. Daher hielt ich sie ganz behutsam mit meinen Milchzähnen an der Jacke fest. Da war es um uns geschehen - sie mußte es schaffen mich hier rauszuholen. Zunächst ging sie vom Hof und ich dachte es ist alles aus, daher schrie ich wie am Spieß um nochmal deutlich zu machen wie furchtbar ich das alles fand.
Aber sie kam wieder und mit etwas Glück, "Pokerface" und viel Geld war das Ex-Herrchen bereit mich herauszurücken!
Na Leute das war ein Gefühl wie Weihnachten, Ostern und alles zusammen. Da sah Mami erstmal was in der relativ kurzen Zeit im Zwinger mit mir passiert ist. Sie sagte ich sei völlig durchgeknallt und gaga. na ist das denn ein Wunder? Ich mußte doch meinen Spieltrieb ausleben und die aufgestauten Energien abbauen. Alles was sich bewegte wurde "attakiert". Ich packte mir die nächstbeste Katze am Hinterbein und zerrte sie durch die Gegend, ich verbiss mich in Mamis Jacke und ließ nicht mehr los - und alles so´ne Dinger. Hihi, zum Glück weiß unser Katerchen nichts von meiner "dunklen Vergangenheit" - sonst wären wir vielleicht nicht mehr so dufte Kumpels.
Dann begann mein eigentliches Leben! Ab jetzt durfte ich auch sooooo gemütlich liegen:

                               

Mami wollte mich ja eigentlich nur in Pflege nehmen um mich "salonfähig" zu machen und dann in gute Hände vermitteln. Aber diesmal sage ich lachend: DACHTE SIE ABER NUR! Ich habe sie so um den Finger gewickelt, dass sie es nicht über´s Herz brachte. So blieb ich und es wurde aus Jule die süße Mausi! Mami hat mir so viel beigebracht, dass man mir eigentlich nix mehr anmerkt (nur manchmal wenn es um´s verarzten geht habe ich noch ein wenig schiß - aber ich vertraue dann auf Mamis gutes Wesen). Ich bin froh, dass ich Glück hatte und eine liebe Mami gefunden habe, die mich lieb hat und wo ich im Haus wohnen darf, meine eigene Matratze habe und auch wegen des Kuschelfaktors auf das Sofa darf und auch mal ´nen Stündchen mit in´s Bett. Jaja ich weiß, manche von Euch sagen jetzt "ih mit in´s Bett" und so. Aber bei uns Doggen ist das einfach so. Wir brauchen so viel Menschenkontakt wie kaum eine andere Rasse und "ih" ist da schonmal gar nichts. Ich bin doch nicht schmutzig! Mal ein bissel Sand, aber dann wird eben öfter bezogen!
Zum Abschluß möchte ich nochmals sagen, dass ich echt "Schwein" hatte, dass ich so glücklich sein darf - ABER es gibt noch viele meiner "Kollegen" denen es nicht so gut geht und die manchmal jahrelang so eine Odyssee durchmachen müssen mit Zwinger und Kälte, Einsamkeit und Hunger. Daher die Bitte an alle Doggenfreunde: schaut Euch um und wenn Euch was komisch vorkommt wendet Euch an eine Doggenschutzorganisation und sagt Bescheid! Vielleicht sucht sich ja auch der Eine oder Andere seine zukünftige Dogge über eine solche Organisation aus? Vielleicht könnt ihr auch irgendwie helfen (als Pflegestelle oder Pate oder so).

Ich hoffe, es war interessant für Euch und nicht zu lang
Eure Mausi

     
 
 
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